24.03.2026

Menschen hinter der Sicherheit: Badri

Menschen hinter der Sicherheit:

Badri – Über Verantwortung, seine Fluchtgeschichte und elf Jahre Loyalität

„Wenn ich Menschen helfe, dann bin ich selbst glücklich und dann ist mir auch schon geholfen, weil ich auch ein Flüchtling war. Ich habe wirklich jede Hilfe, die ich bekommen habe, richtig wertgeschätzt und deswegen weiß ich, wie es ist, wenn man Hilfe braucht. Gerade in einem Land, wo man keine Ahnung hat, keine Sprache kann und hilfsbedürftig ist.“

Badri kommt aus dem Irak und arbeitet seit elf Jahren bei Black Knight im Objektschutz. Heute ist er in einer Unterkunft für Geflüchtete im Einsatz, einem Ort, der für ihn keine abstrakte Aufgabe ist. Seine eigene Geschichte und sein Arbeitsalltag sind eng miteinander verknüpft. Er weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, in einem neuen Land anzukommen. Und nutzt genau das, um anderen Sicherheit zu geben.

Verantwortung zwischen Sicherheit und Menschlichkeit

In einer Geflüchtetenunterkunft geht es nicht nur um Hausordnung und Zugangskontrollen. Es geht um Menschen, die eine Flucht hinter sich haben, sich in einem neuen System zurechtfinden müssen und oft unter enormem emotionalem Druck stehen.

Badri beschreibt seine Aufgabe so:

„Die Verantwortung ist immer und überall da. Also sei es, wenn jemand umfällt oder ohnmächtig wird. Oder wenn es eskaliert zwischen zwei Menschen vor meinen Augen, dann muss ich eingreifen. Dann muss ich die Auseinandersetzung irgendwie friedlich klären. Da muss man ganz schön viel Ahnung und Mut haben, wenn es eskaliert und zwischen so viele Menschen zu gehen. Das ist für mich eine große Verantwortung und die mache ich aber auch gerne.“

Verantwortung heißt für ihn:

  • präsent sein,
  • Situationen schnell und richtig einschätzen,
  • deeskalieren, ohne zu eskalieren,
  • Sicherheit schaffen, ohne Würde zu nehmen.

Dankbarkeit, die bleibt

Wer in einer Unterkunft lebt, erlebt Unsicherheit auf vielen Ebenen: rechtlich, emotional, sprachlich. Wahrgenommene Sicherheit wird in dieser Situation zu einem wichtigen Anker.

„Es gab viele Menschen, die sich, als sie auf Transfer gegangen sind, bei uns bedankt haben. Die haben uns für unseren Einsatz, für unsere Arbeit und für die Sicherheit bedankt. Die haben sich immer wohl gefühlt. Wir waren alle so stolz hier. Das sind wirklich sehr schöne Momente, die man einfach nicht so leicht in Worte fassen kann.“

Diese Rückmeldungen zeigen: Für viele Bewohner:innen ist der Sicherheitsdienst mehr als Kontrolle. Er ist verlässliche Ansprechperson, Ruhepol im Alltag und jemand, der hinschaut und eingreift, wenn es notwendig ist.

Woran man einen guten Sicherheitsdienst erkennt

Für Badri sind nicht spektakuläre Einsätze das Qualitätsmerkmal, sondern ruhige Schichten.

„Was mich zufrieden macht nach einem Arbeitstag ist, wenn die Schicht ziemlich friedlich verlaufen ist. Wenn es den Kollegen allen gut geht, wenn es Spaß gemacht hat. Und meine Arbeit macht ja schon immer Spaß, ganz ehrlich, mit meinem Team. Aber wenn alles gut gelaufen ist, macht mich das besonders glücklich.“

In einem Umfeld, in dem viel Potenzial für Spannungen da ist, ist „nichts Dramatisches passiert“ oft das beste Ergebnis.

Ein guter Dienst bedeutet für ihn:

  • keine schweren Konflikte
  • keine Verletzten
  • ein Team, das gut zusammenarbeitet
  • Bewohner:innen, die sich sicher fühlen

Elf Jahre Black Knight – Sicherheit als gemeinsame Geschichte

Elf Jahre in einem Unternehmen zu bleiben ist ein starkes Zeichen. Für Badri ist Black Knight längst mehr als ein Arbeitsplatz:

„Ja, also Black Knight bedeutet für mich nicht irgendeine Firma oder nicht irgendein Unternehmen. Black Knight ist für mich mittlerweile wirklich teilweise Familie. Black Knight hat mir auch in meinem privaten Leben geholfen und ich werde mein Leben lang dafür dankbar sein. Vielen Dank.“

Seine Geschichte steht für gelebte Loyalität, gegenseitige Unterstützung über den Dienst hinaus und eine Arbeitgeberkultur, die Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung nicht nur beschäftigt, sondern ihnen echte Perspektiven bietet.

Sicherheit mit Haltung – auch als Arbeitgeber

Badris Weg zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Menschen mit eigener Fluchtgeschichte Verantwortung in der Sicherheitsarbeit übernehmen. Das ist kein Zufall, sondern Teil einer Haltung, die über den einzelnen Einsatz hinausgeht:

  • Chancengleichheit statt pauschaler Ausschlüsse
  • Vertrauen in Menschenmit nicht-linearen Lebensläufen,
  • und der bewusste Einsatz interkultureller Erfahrung an sensiblen Einsatzorten wie Geflüchtetenunterkünften.

Diese Werte spiegeln sich auch im persönlichen Engagement unseres Geschäftsführers Ramin Al Khakani wider, der sich als Vorstandsmitglied im Verein für ein weltoffenes Sachsen dafür einsetzt, dass Vielfalt als Stärke verstanden wird – im Arbeitsleben wie in der Gesellschaft.

Einladung zum Austausch – wertebasiert

Sie führen ein Unternehmen oder eine soziale Einrichtung und fragen sich, wie Sie Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung fair und wirksam in Ihre Teams integrieren können – vielleicht sogar in sicherheitsrelevanten Bereichen oder im direkten Kontakt mit besonders schutzbedürftigen Gruppen? Sie suchen nach Wegen, Verantwortung, Sicherheit und Weltoffenheit zu verbinden und möchten von echten Praxisbeispielen profitieren, jenseits von Hochglanzbroschüren?

Dann sprechen Sie uns gerne an. Wir teilen unsere Erfahrungen aus:

  • der Arbeit in Unterkünften für Geflüchtete,
  • dem Aufbau vielfältiger Teams im Sicherheitsdienst,
  • und der langfristigen Zusammenarbeit mit Kolleg:innen wie Badri.

Nicht als Verkaufsargument, sondern als Beitrag zu einer sichereren, menschlicheren und weltoffenen Arbeitswelt.

Ramin Al Khakani Geschäftsführer der Black Knight Security.

Ramin Al Khakani
Geschäftsführung

0341 90965088

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